27.11.2015 - Bayer 04 Leverkusen

Völler gibt persönliche Erklärung ab


Nach der verbale hitzig geführten Diskussion zwischen einem Bayer Leverkusen Fan und Rudi Völler, Sportchef der Werkself, meldet sich der ehemalige Weltmeister nun mit einer persönlichen Erklärung zu den Vorfällen vom Flughafen Minsk zu Wort.

„Es ist richtig, dass es eine verbale Auseinandersetzung am Flughafen von Minsk gab, von wo aus die Mannschaft ebenso wie unsere zum Champions League-Spiel bei Bate Borisov angereisten Fans zurück in die Heimat fliegen wollten. Bei unserer Ankunft am Airport wurde Gesprächsbedarf formuliert, dem habe ich mich natürlich gestellt. Auch im Sinne Michael Schades übrigens, der wegen Beleidigungen seiner Person auf eine Diskussion verzichtete. Nachvollziehbar, wie ich finde, denn das hat er nicht verdient. In der Diskussion fielen beiderseits deutliche Worte. Ich begrüße das ausdrücklich! Man kann und sollte Probleme und Ansprüche, zum Beispiel in Borisov das Verabschieden der Mannschaft in der Kurve, klar benennen. Unsere Fans, vor allem wenn sie den weiten Weg nach Weißrussland auf sich genommen haben, um uns zu unterstützen, haben das Recht auf ihre Meinung – auch wenn sie nach sportlichen Enttäuschungen wie der am vergangenen Dienstag oder nach dem verlorenen Derby gegen den 1. FC Köln für uns unangenehm ist. Aber niemand hat das Recht, meinen Verein, für dessen Erfolg wir alles tun, zu diffamieren und handelnde Personen zu beschimpfen“, wird Völler auf der Vereinshomepage von Bayer Leverkusen zitiert.


Genauer geht Völler auf die Diskussion mit einem Bayer Leverkusen Fan ein: „Der beschriebene Vorfall in Minsk war letztlich eine Auseinandersetzung mit einem einzelnen, sehr jungen Fan, der in der Art und Weise seiner 'Argumentation' übers Ziel hinausgeschossen ist und auf die ich in ähnlicher Weise reagiert habe. Kritik, wenn sie berechtigt ist, muss man sich stellen, man muss sie akzeptieren. Auf dieser Grundlage habe ich mich Gesprächen mit unseren Anhängern nie verweigert. Deswegen würde ich es begrüßen, die Dinge möglichst zeitnah mit den beteiligten Personen zu besprechen und auszuräumen. Denn letztlich geht es uns allen doch immer nur um eines: um den Erfolg! Wir haben alle gemeinsam in den vergangenen Jahren viel erreicht. Jetzt gilt es, beginnend mit dem Spiel am Sonntag gegen Schalke 04, weiterhin zusammenzustehen und sich nicht auseinanderdividieren zu lassen“, so Völler weiter. Ob Völler bei der Diskussion das Wort "Pisser" verwendete, ist somit weiterhin unklar.

Die Nordkurve 12 beklagte nach dem 1:1 Unentschieden in Weißrussland, dass sich die Mannschaft trotz der weiten Anreise der Fans unter der Woche nach dem Spiel nur auf 30 Meter dem Gästeblock näherte. Auch am Flughafen seien Spieler den Fans ausgewichen (Faszination Fankurve berichtete), ebenso wie Geschäftsführer Michael Schade, der seit den Vorfällen vom DFB-Pokalspiel bei Viktoria Köln wieder in der Kritik der Fanszene, die ihn als "Meister der Lügen" bezeichnet, steht. (Faszination Fankurve, 27.11.2015)

Fanfotos Bayer 04 Leverkusen




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